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Was gibt es Neues in der Szene
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„Suleika“ ist eine Kreation des französischen Autors
Dominique Ehrhard und wurde auch in seinem Heimatland bereits zum besten
Spiel des Jahres gewählt. Hierzulande wird das Spiel vom Zoch-Verlag
präsentiert, in Österreich vertreten durch Piatnik. Jeder Spieler
schlüpft in die Rolle eines Teppichhändlers, der versucht, den Wesir des
Sultans zu beeindrucken. Dazu müssen einerseits möglichst viele Teppiche
auf Kosten der Mitspieler auf dem Spielbrett ausgelegt werden.
Andererseits gilt es, den Wesir, der reihum von den Spielern bewegt
wird, möglichst oft auf dem eigenen Teppich als Besucher zu empfangen.
Würfelglück spielt eine Rolle, die taktische Komponente kommt bei diesem
Lauf- und Legespiel aber keineswegs zu kurz.
„Der aktuellen Spielejahrgang ist“, so Dagmar de Cassan
nach Test von hunderten Neuheiten, „überaus vielfältig und interessant“.
Besonders im Bereich der Familienspiele sei eine Vielzahl an
bemerkenswerten Spielideen zu registrieren gewesen. „Spiele, die
Menschen verschiedener Altersgruppen zusammenbringen, üben eine für die
Gesellschaft immens wichtige Integrationsfunktion aus“, betonte die
Expertin. Gustostücke für die Familie finden sich dabei in allen
Spiele-Genres: vom Taktikspiel „Blox“ über das Würfelspiel „Drachen
Wurf“ bis zum Geographie-Quiz „Globalissimo“.
Auch im Bereich der Kinderspiele haben sich die Verlage
viel Mühe gegeben. Aktion und Innovation wird bei Spielen wie „Auf die
Schätze, fertig, los!“, „Haselnussbande“ oder „Lauras erste
Übernachtung“ auf intelligente Weise verbunden. Die dreidimensionale
Ausstattung sichert den Spielen zudem jene optischen Reize, die die
jüngsten Spieler besonders begeistern.
Ein beachtliches Comeback feiern im heurigen Jahr auch
die anspruchsvollen Strategiespiele. Mit „Tribun“, „Agricola“ und „Race
for the Galaxy“ finden man diesmal gleich drei opulente Spiele-Abenteuer
dieses Typs auf der Hitliste der Spiele Akademie. Und schließlich
schafften es auch drei österreichische Autoren, die Spielekommission zu
überzeugen: Arno Steinwender und Wilfried Lepuschitz mit „Deukalion“ und
Andreas Pelikan mit „Wie verhext!“
Der österreichische Spielepreis „Spiel der Spiele“ wurde
in diesem Jahr bereits zum achten Mal vergeben und hat sich in der
internationalen Spieleszene bestens etabliert. Für Fachhändler und
Konsumenten stellt er eine wesentliche Qualitäts-Richtlinie dar.
Unersetzbar bleibt bei Spielen dennoch das „Selbst-Ausprobieren“ – die
beste Gelegenheit dazu bietet wie jedes Jahr das große Österreichische
Spielefest im Austria Center Vienna, diesmal von 28. bis 30. November.
Wien, 19. August 2008 |
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