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Eine rein persönliche Meinung                                                                                       alle bisherigen Einträge


DIE WELT STEHT AUF KEINEM FALL MEHR LANG ...

Die Lieder der erfolgreichen Künstler ändern sich mit der Zeit, die echten Sorgen der Menschen aber nicht, oder doch?

Es war 1832 als wieder mal ein Komet das Ende der Welt ankündigte, als sich Johann Nestroy das oben erwähnte Trinklied einfallen ließ, das auch heute noch jeder in Österreich kennt und jeder mitsingen kann.

Seit Beginn der Menschwerdung war jede Hochkultur mit Kunst und Spiel verbunden, darin spiegelten sich Triumph und Sorgen wieder. Die Kunst hat ihren Ehrenplatz in der Gesellschaft bekommen, aber seit Urgedenken waren die Spieler klassischer Spiele die Sorgenkinder der Menschheit.

Das fing schon im alten Assyrien an, als die Wachen in die Pranken der Riesen-Löwen-Statuen, die heute im British Museum in London stehen und dort zu besichtigen sind, einfach Linien ritzten, so ein Spielbrett herstellten und einfach zu spielen anfingen, anstatt Wache zu stehen. Vielleicht gibt es deswegen das Assyrische Reich nicht mehr?

Oder im Mittelalter, in der düsteren Zeit, wo so viele Rollenspiele angesiedelt sind, als die Kirche sich nicht mehr zu helfen wusste und den Landsknechten und allen anderen einfach das Spiel als Teufelswerk verboten hat und alles schnell verbrannt hat. Das auch Schachbretter darunter waren und nicht nur Spielkarten, um die es eigentlich ging, war ja nicht wichtig, sollte eben schön brennen.

Oder in China, als die Bevölkerung zu Ende des 18. Jahrhunderts einfach nicht vom Glückspiel abließ, wurden auch einfach die Spielkarten verboten. Die Geburtsstunde des Mah-Jong war gekommen, denn das ist ja eindeutig ein Brettspiel!

Ja, das waren dunkle Zeit, so was kann es heute ja nicht mehr geben, oder...?

Am 1. März 1990 hat der Secret Service selbst, nicht irgendein ein Sheriff, in Austin, Texas, USA zugegriffen, denn Steve Jackson hat die nationale Sicherheit gefährdet, der Druck von GURPS Cyberpunk war fertig. Das bisher gefährlichste Spiel der Welt! Sechs volle Jahre hat es gedauert, bis daraus wieder ein normales Spiel wurde.

So was kann im 21. Jahrhundert nicht mehr passieren, höchstens einem Computerspiel wie COUNTERSTRIKE oder sonst was.

Am 9. August 2008 aber hat die kleine Cambridger Firma Terror Bull Games Besuch vom britischen Staat, ich hoffe es war nicht der MI6, denn ich finde nirgends, wer wirklich zugegriffen hat und das gefährliche Spiel WAR ON TERROR, dass es bereits seit 2006 am Markt gibt und auch in unserem Spielemuseum zu finden ist, plötzlich wegen seiner Gefährlichkeit vom Markt zu nehmen „for possible use as a terrorist weapon!“. Gut gefährlich braucht eben seine Zeit!

Nun, diese gefährlichen Brett- und Kartenspiele sind sicher eine der grundlegenden Sorgen der Menschheit, zum Glück geht es auch anders.

Seit eigentlich nur wenigen Jahren – denkt man an Assyrien und die klassischen Spiele – gibt es die Computerspiele. Diese Computerspiele verwenden als Grundlage moderne Computer und Konsolen, sie haben von der Entwicklung grafischen und technischen Grundlagen profitiert. Die entsprechenden grafisch tollen Spiele spiegeln Ansehen und Akzeptanz dieser elektronischen Spiele am Markt wider.

Zum Glück gibt es gegenüber den immer wieder problematischen klassischen Spielen nun endlich die neuen, elektronischen Spiele, die wirklich zum Kulturgut werden. Die wenigen Kritiker, die behaupten, dass die Gewalt in Spielen die Jugend negativ beeinflusst, werden nicht ernst genommen. Was ist schon COUNTERSTRIKE gegen WAR ON TERROR, kein Vergleich?!

Daher wurde das auch sichtbar belohnt, die Computerspiele sind nun offiziell Kulturgut in Deutschland, die klassischen Spiele noch lange nicht.

Die Organisation der Computerspielehersteller wurde in den deutschen Kulturrat aufgenommen, die klassischen Spiele aber warten seit dem alten Assyrien auf die Auszeichnung, Kulturgut zu sein.

Ja, wer das nicht versteht, da hilft nur – bitte alle mitsingen – darauf zu vertrauen: „Die Welt steht auf keinem Fall mehr lang ...“

Ferdinand am 18. August 2008

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