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Eine rein persönliche Meinung                                                                                       alle bisherigen Einträge


DOPING ÜBERSCHATTET ERSTE WORLD MIND SPORTS GAMES

Will man dem Oympischen Gedanken angehören und auch als Schach, Bridge, Go, Dame etc. vollwertige olympische Disziplin werden, dann stehen die Organisation von Dopingkontrollen an erster Stelle, nichts ist wichtiger als Dopingkontrollen! So funktioniert unsere Welt!

Als ich das erste Mal von diesen Spielen gelesen habe, war ich ganz verwundert, denn es wurden nur zwei Sponsoren als Unterstützer angeführt: Bill Gates und Warren Buffet, die beiden reichsten Männer der Welt. Was soll da noch schief laufen?

Aber gehen wir zum Anfang zurück, einem Anfang der auch in Wien zu finden ist.

Am 24. April 2007 melden der ORF und andere Medien: Schachspielerin wegen Doping gesperrt!
Seit Schach als Verband Mitglied in der Österreichischen Sportorganisation ist, gelten für Schach, so wie für jede andere Sportart, die Dopingkontrollen, und diese wurden wegen der vielen Vorfälle auch in Österreich verschärft, zu Recht wie ich glaube.
Die Wiener Schachspielerin Monika Galambfalvy hat nun einen Dopingtest verweigert. Damit wurde sie laut den Bestimmungen des Dopings überführt. Der Anti-Doping-Ausschuss des Österreichischen Schach-Bundes (ÖSB) sperrte dann Frau Monika Galambfalvy, nach den Bestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), für zwei Jahre. Hätte der Schachbund das nicht getan, wäre er bestraft worden! 

Bei der Sperre und der Dopingkontrolle handelt es sich keinesfalls um einen Scherz. Im "Schachsport" geht es seit einigen Jahren beinhart zu. Die Internationale Schachföderation (FIDE) versucht Schach als olympische Disziplin einzuführen. Gespräche darüber wurden mit IOC-Präsident Rogge bereits des Öfteren geführt. Dabei wurden als Aufnahmekriterium Dopingtests verlangt, die auch prompt eingeführt wurden. Bis heute ist zwar Schach nicht olympische Disziplin, Dopingkontrollen werden aber trotzdem gemacht. Welche Substanzen nun für das Doping gesucht werden, dass weiß ich bis heute nicht, aber Kontrollen alleine scheinen zu genügen, der Wille geht fürs Werk? 

Nun haben fünf Verbände es geschafft, erstmalig in Peking im Oktober 2008 die Weltdenksportspiele („World Mind Sports Games“) zu veranstalten,  unter der Schirmherrschaft der General Association of International Sports Federations (GAISF) und unter der Leitung der International Mind Sports Association (IMSA). Sie sind mit Unterstützung des IOC neben den Olympischen Spielen und den Paralympics die Ausprägung des olympischen Sportgedankens für Denksportspiele. Organisator ist das Beijing Municipal Bureau of Sport des Board and Card Games Administrative Center of the General Administration of China

Das IOC hat seinen beiden Mitgliedern Schach und Bridge zu verstehen gegeben, dass auf absehbare Zeit eine Aufnahme in das Olympiaprogramm nicht möglich sein wird. Daraus ergab sich die Idee, die IMSA (= International Mind Sports Association) zu gründen, mit den Mitgliedern Schach, Bridge, Go und Dame. Denn das IOC hat bei der Absage zu verstehen gegeben, dass sie eigene Veranstaltungen durchaus als Ausweg für die Sportarten sehen, die nicht neu zu den Olympischen Spielen zugelassen werden können. Derartige Initiativen werden vom IOC begrüßt und unterstützt (so der IOC Präsident Jacques Rogge Vorsitzender des Ehrenkomitees der World Mind Sports Games 2008).

So werden in Peking 36 Goldmedaillien vergeben: 9 für Bridge, 10 für Schach, 6 für Go, 6 für Dame und 5 für Xiangqi (chinesisches Schach).

Aber mit dem Doping ist noch nicht die ganze Situation dieser Weltdenksportspiele beschrieben, denn neben Doping müssen auch weitere Bestimmungen der Olympischen Spiele übernommen werden. Denn es gehört sich, dass Männer und Frauen bei einem Wettkampf nicht gemeinsam oder gegeneinander antreten. Daher gibt es in Peking Bewerbe nur für Männer und nur für Frauen. Natürlich gibt es auch Mannschaften, die aus Männer und Frauen bestehen dürfen. Aber wenn diese Mannschaften gegeneinander antreten, dürfen nur Männer mit Männern und Frauen mit Frauen spielen. Wirklich so aus der Wirklichkeit gegriffen, so wird bei allen Spieleabenden in jedem Haus an jedem Spieletisch gespielt!

Aber um den Segen  des IOC zu bekommen, ist man bereit viele Bürden auf sich zu nehmen. Und ich frage mich immer noch, womit kann ich mich vor dem nächsten Spiel dopen, da muss es doch Substanzen geben!? Ob ein Glas Wasser es auch macht, die Ganglien in Hochform zu bringen?

Ferdinand am 29. Juni 2008

PS: Dass die Teilnehmer erst am Tag vor ihrem ersten Spiel anreisen dürfen und am Tag nach ihrem letzten Spiel sofort abreisen müssen, verwundert einen da nicht mehr!

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